LED Lumen Umrechnen auf WATT

Dieser Ratgeber soll nach Dieser Ratgeber soll nach dem endgültigem Glühlampenverbot als „Einkaufshilfe“ für LED-Leuchtmittel dienen. dem endgültigem Glühlampenverbot als „Einkaufshilfe“ für LED-Leuchtmittel dienen.

Der Siegeszug der LED ist nicht mehr aufzuhalten!  Im Jahr 2020 werden knapp 80% der gekauften Leuchtmittel LEDs sein.

Die letzte Stufe des Glühlampenverbots im September 2012, und somit das endgültige Ende der Glühlampe, zwingt die Verbraucher dazu Alternativen zu finden. Daneben sind viele Verbraucher aufgrund des Preises für eine LED abgeschreckt. Inzwischen kündigen aber viele Leuchtmittel-Hersteller an, dass die Prei-se für LEDs Mitte des Jahres 2013 auf den „Sweet Spot“ von unter 10 Euro sinken wer-den. Somit ist der „Hype“ der LED-Lampe nicht mehr aufzuhalten. Dieser Folder soll sich so-mit als „Einkaufshilfe“ und Ratgeber verstehen.

LUMEN STATT WATT

Diese „Redewendung“ liest der Verbraucher seit längerem immer häufiger. Um diese Redewen-dung verständlich erklären zu können, sollten zunächst die einzelnen Begriffe selber erläutert werden.
Der Begriff Watt gibt den Stromverbrauch eines Leuchtmittels an. Glühbirnen wurden i.d.R. 1:1 ersetzt, eine 40 Watt Glühbirne wird also wieder mit einer 40 Watt Glühbirne er-setzt. Zum Austausch war somit nur die Watt Angabe der Glühbirne erforderlich. Der Begriff Lumen gibt einfach ausgedrückt die Helligkeit eines Leuchtmittels an. Je höher die Angabe Lumen ist, desto heller leuchtet es auch.

Glühbirne Watt25 Watt40 Watt60 Watt100 Watt
LUMEN249 lm470 lm806 lm1521 lm
LED 2019 Watt3 Watt4 Watt7-8 Watt12 Watt

Verbindet man diese beiden Begriffe, so kann der Verbraucher ganz einfach den Ersatz für eine Glühbirne im Geschäft finden. Denn mit Hilfe der einfachen Regel „Lumen statt Watt“ wird die Helligkeit (Lumen) in Relation zum Stromverbrauch (Watt) gesehen. Die obere Tabelle, gibt einen Kurzüberblick und vergleicht die Helligkeit (=Lumen) mit der Energieverbrauch (=Watt) der LED und Glühbirne (lt. EU-Verordnung 244/2009).

Wie gehe ich beim Kauf jetzt vor?

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Beim ersten Schritt sollte die Frage geklärt werden, wie viel Lumen und Watt die alte Glühbirne hat? Die Angaben finden Sie oft auf der Verpackung des Leuchtmittels. In den häufigsten Fällen wird der Ersatz angezeigt:

3 W = 25 W
249 lm

Somit wird eine 25 Watt Glühbirne durch eine 3 Watt LED mit einer gleichwertigen Helligkeit von 249 Lumen ersetzt.

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Beim zweiten Schritt geht es um die Lichtfarbe und Farbtemperatur (Angabe in Kelvin):
Bei der Wahl der Lichtfarbe unterscheidet man drei Arten, je nachdem in welchem Raum die Leuchtmittel eingesetzt werden sollen bzw. welche Atmosphäre geschaffen werden soll.

Warmweiß: bis 3300 K
Neutralweiß:  3.500 – 5.300 K
Tageslichtweiß: ab 5.300 k

Die Lichtfarbe Warmweiß eignet sich am besten im Wohnraum, da hier ein warmes und gemütliches Licht benötigt wird. Tageslichtweiß wird in Räumen benötigt, die viel Licht brauchen, zum Beispiel in Büroräumen.

Für den Konsumenten eignet sich somit, bis auf wenige Ausnahmen, die Lichtfarbe Warmweiß (bis 3.300 K), da im Haushalt meist ein gemütliches Licht geschaffen werden soll.

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Beim dritten Schritt geht es um die konkrete Auswahl einer LED. Zum einen welche Form gewünscht ist: klassische Form, Kugelform, Tropfenform oder Kerzenform. Es gibt die LED inzwischen in sämtlichen Formen der alten Glühbirne, um somit auch Ersatz für sichtbare Lampen, etwa einen Kronleuchter, zu haben. Als letzter Punkt muss auf den Sockel geachtet werden, wobei Konsumenten meist einen E14 oder den etwas größeren E27 Sockel benötigen.

EINSPARPOTENTIAL der LED’s

In den Medien und Zeitungen wird oft davon gesprochen, dass LEDs viel effizienter sind und somit viel Energie und Kosten einsparen können. Diese Aussage ist auch grundsätzlich richtig. Doch was für ein Einsparpotenzial steckt jetzt wirklich in den LEDs?

Um diese Frage zu beantworten, sind in der  unten stehenden Tabelle „Vergleich des Kosten- und Energieverbrauchs“  die am häu-figsten verwendeten Glühlampen (40W, 60W, 100W) mit den  jeweils gleichwertigen Ersatz-LEDs (6W, 12W, 17 W) gegenüber gestellt.

Bei der Berechnung wurden der Kaufpreis einer Glühbirne bzw. LED sowie die Stromkosten berücksichtigt. Des Weiteren wird zum Vergleich eine Zeitspanne von 25.000 Stunden bzw. 11 Jahren angenommen In nachvollziehbaren Schritten und für den Verbraucher auch verständlich, soll diese Tabelle Abhilfe schaffen und aufzeigen, wie die Energie-Einsparung von LEDs berechnet wird. Die Tabelle zeigt deutlich, dass sich die LED aufgrund des niedrigeren Stromverbrauchs lohnt und auch die sinkenden Anschaffungspreise zur Attraktivität der LED beitragen. Dabei ist das Ergebnis der letzten Zeile entscheidend. Die Gesamtkosten nach 25.000 Stunden bzw. 11 Jahren der 40W Glühbirne von 225€ beinhalten zum einen die Anschaffungskosten von 25 Glühbirnen und zum anderen die Kosten des Stromverbrauchs. Obwohl eine Glühbirne in der Anschaffung deutlich günstiger ist, so zeigt sich trotzdem bei allen drei Varianten der LEDs, dass diese über die Lebensdauer gerechnet, aufgrund des niedrigeren Stromverbrauchs, deutlich günstiger sind.Daher sollte der Tipp für alle Verbraucher ein schrittweiser Austausch der Glühbirnen sein, um die Investitionen zu Beginn niedrig zu halten.

Vergleich des Kosten- und Energieverbrauchs
 
  Glühbirne LED
Stromverbrauch: 40 Watt 60 Watt 100 Watt 6 Watt 12 Watt 17 Watt
Kosten beim Kauf: 1 € 1 € 1 € 10 € 20 € 30 €
Lebensdauer: 1.000 Stunden 25.000 Stunden
167 Tage 11 Jahre
  Die LED hat eine Lebensdauer von 11 Jahren, während in der gleichen Zeit die Glühbirne ca. 25-mal ersetzt werden muss.
Stromverbrauch: [kWh] 1.000 1.500 2.500 150 300 425
Stromkosten: 200 € 300 € 500 € 30 € 60 € 85 €
  In 25.000 Stunden bzw. 11 Jahren verbraucht eine Glühbirne mit 40 Watt ganze 200 € Stromkosten, die LED mit 6 Watt nur 30 €.
Gesamtkosten: nach 11 Jahren 225€ 325€ 525€ 40€ 80€ 115€
Annahmen: Brenndauer 6 Std./Tag;    Strompreis: 0,20 €/kWh; Berechnung d. Stromverbrauchs[kWh] = 25.000 Std. x Watt/1.000

EXKURS: LED SPOT

Neben den Glühbirnen, die durch LED ersetzt werden können, nutzen viele Haushalte inzwischen auch Spots mit LED-Technologie. Spots werden unterschieden in Hochvolt- (110/220V) mit GU10-Sockel und Niedervolt- (12/24V) mit GU5.3-Sockel Varianten. Aufgrund dieser Eigenschaft gibt es beim Austausch von Halogenspots gegen LED-Spots etwas zu beachten. Die Niedervolt-Spots benötigen eine möglichst gleichmäßige 12-Volt Spannung, die ein angeschlossener Transformator (=Trafo) liefert, der zusätzlich den Watt-Verbrauch regelt. Wenn zum Beispiel vier 35W-Halogen-spots (entspricht 35×5=175W) durch 5,5W-LED-Spots (entspricht 5,5×5=25W) ersetzt werden sollen, benötigen diese aber wesentlich weniger Watt: 175-25=150W.

Deshalb sollten Sie beim Austausch von Niedervolt-Spots unbedingt auch auf den Trafo achten! Dieser muss für LEDs geeignet sein. Ist der Trafo für einen höheren Watt-Verbrauch ausgelegt, so könnte es sein, dass die LEDs nur sehr schwach leuchten oder gar flackern. Außerdem können Brumm- und Surrgeräusche auftreten, die sich anschließend nur durch einen geeigneten LED-Trafo beheben lassen.

Hochvolt-Spots benötigen keinen extra Trafo und sind aus diesem Grund einfacher auszutauschen. Deshalb geht der Trend Richtung Hochvolt-Spots mit GU10-Sockel, da die Besonderheiten bei Niedervolt, wie oben beschrieben, nicht beachtet werden müssen.

Die LED-Variante ist in Sachen Design und Baugröße den klassischen Spots sehr gut nachempfunden und fügt sich somit in die meisten Lampenvorrichtungen perfekt ein
Maßnahmen zur Strom-kostensenkung

Maßnahmen zur Stromkostensenkung

Neben dem Glühlampenverbot befürchten viele Verbraucher auch steigende Strom- und Energiepreise. Experten gehen davon aus, dass sich der Strompreis in den nächsten Jahren um 25% erhöhen wird! Es schlummern ganze 10% Ihrer Energiekosten in der Beleuchtung Ihres Haushaltes! LEDs wurden in den letzten Jahren immer weiter entwickelt, wobei dabei nicht nur auf den geringen Stromverbrauch geachtet wurde, sondern auch auf Eigenschaften, die der Verbraucher von der Glühbirne bereits kannte. Als erstes sei hier die „Dimmbarkeit“ genannt. Glühbirnen (mind. 30 Watt) konnten fast immer mit einem handelsüblichen Dimmer bedient werden. LEDs sind inzwischen soweit, dass es bereits eine Vielzahl an dimmbaren LEDs gibt. Achten Sie am besten auf ein Symbol auf der Verpackung. Diese können unterschiedlich (je nach Hersteller) ausschauen, aber meist wird das Symbol auf der Ver-packung näher erläutert. Wenn Sie nun das dimmbare LED Leuchtmittel bei Ihnen zu Hause nutzen wollen, muss der eingebaute Dimmer evtl. ersetzt werden. Der Grund liegt am niedrigen Stromverbrauch der LED. Im Abschnitt „Exkurs: LED-Spots“ wurde die Pro-blematik der Trafos bereits näher erläutert. Da Glühbirnen bis zu 100 Watt verbraucht haben, arbeiten die meisten Dimmer erst ab 30 Watt. Wenn Dimmer und LED zusammen passen, kann die Atmosphäre des Raumes wieder mittels der Helligkeit der LED angepasst werden. Damit Sie auch lange Freude an den neuen LEDs haben, haben wir Ihnen kurz und knapp „Sofort“-Maßnahmen zusammengestellt.

Sofort-Maßnahmen:

  • Regelmäßige Reinigung
  • Licht ausschalten!
  • Bewegungsmelder verwenden
  • Tageslicht ausnutzen!

Glühbirnenzeit gab, somit auch für sichtbare Leuchtmittel wie Kronleuchter.

Auf der Verpackung einer LED liest der Verbraucher heutzutage oft den neuen Begriff „Retrofit“. Mit diesem Begriff ist gemeint, dass ein modernes Leuchtmittel, wie die LED, mit einer klassischen Fassung bzw. Sockel ausgestattet sind. Diese Maßnahme soll vor allem dazu beitragen, dass ein Austausch ohne größere Investitionen möglich ist. Glühbirnen haben in der Regel einen großen Sockel = E27 oder einen kleineren Sockel = E14. Diese „Standard“-Fassung haben auch sämtliche LEDs.

Daneben gibt es noch die sogenannten Spots mit GU5.3 oder GU10 Fassung, die im oberen Abschnitt „Exkurs: LED-Spots“ bereits näher erklärt wurden. Somit ist die LED heutzutage mit sämtlichen gängigen Fassungen ausgestattet.

ZUSAMMENFASSUNG LUMEN statt WATT LED

Dieser Ratgeber hat gezeigt, dass die LED die  Zukunft ist, vor allem im privaten Haushalt. Der Trend zeigt, dass die Nachfrage nach LED-Varianten steigt. Die steigende Nachfrage ist mit Sicherheit auch eine Folge der Energieeinsparung. Österreich ist ein Best Practice Beispiel in Europa, wenn es um Maßnahmen zur Energieeinsparung geht. Mit dem Austausch von ineffizienten Leuchtmitteln kann der Verbraucher selbst einen Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs leisten und gleichzeitig „echtes“ Geld sparen.

Die Verbraucher werden noch eine gewisse Zeit benötigen, um sich mit dem neuen Leuchtmittel LED vertraut zu machen. Immerhin gab es die Glühbirne über 100 Jahren! Daneben ist es auch wichtig, dass die Konsumenten erste Erfahrungen im Umgang mit LEDs machen, um deren positive Eigenschaften auch selbst nachempfinden zu können und sich an Besonderheiten gewöhnen zu können. Dieser Ratgeber soll somit auch für alle Konsumenten, die bisher keine LED gekauft haben, eine „Hilfestellung“ sein, um für den nächsten Einkauf „gerüstet zu sein“.